Auf neuen Wegen

Nicht nur pädagogisch sondern auch bei der Stromversorgung verfolgt die Kita der AWO ein besonderes Konzept. Die Stadtwerke unterstützten die Realisierung.

Alle Beteiligten sprachen zur Eröffnung von einem „Vorzeigeprojekt“. Und in der Tat ist die Kita der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Von-Behring-Straße nahe dem Universitätsklinikum in ihrem Konzept etwas Besonderes. Denn sie hat sich dem Prinzip der kneippschen Gesundheitslehre verschrieben. Mit den fünf Elementen Ernährung, Bewegung, Wasser, Kräuter & Lebensordnung soll das Wohlbefinden der Kinder gestärkt werden und deren Erziehung einen ganzheitlichen Ansatz bekommen. Dies unterstreicht nicht nur die Pädagogik, sondern auch die architektonische Gestaltung dank heller und freundlicher Räume. Zudem gehört zu dem Gebäude eine große Anlage mit Barfußpfad, Kräuterbeet und allem, was dazu gehört.

Erhalt der Gesundheit zum Inhalt

In der Kita wird, ergänzend zu den fünf Elementen nach Kneipp, das Prinzip der „Salutogenese“ gelebt. Es hat die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit zum Inhalt. Bewusste Ernährung, Bewegung sowie die Schulung von Achtsamkeit sollen sie spielerisch fördern. Kita-Leiterin Anne Strohm und ihr Team nehmen in der Einrichtung auch chronisch kranke Kinder auf, da eine enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum besteht.

Anne Strohm, Leiterin der AWO-Kita, zeigt die Anzeige, auf der nachzulesen ist, wie viel Sonnenstrom die Anlage aktuell produziert.

Stadtwerke Homburg

Eine optische und zugleich lehrreiche Attraktion der neuen AWO-Kita ist das Balance-Mikado des Kölner Bildhauers Roland Michel. Er hat dieses Spiel aus überdimensionalen Bleistiften, die sich sowohl zum Sitzen und Spielen als auch zum Klettern eignen, bereits an mehreren Orten in Deutschland verwirklicht. Auch energetisch geht die Kita neue Wege: Fotovoltaikmodule auf dem Dach erzeugen Strom, der vor Ort gespeichert und zum größten Teil selbst genutzt wird. Die Sonnenstromanlage mit einer Leistung von maximal 9750 Watt errichteten die Stadtwerke Homburg im Auftrag der AWO. Der Speicher kann 7500 Wattstunden Ökostrom speichern.

Innovative Spielideen

Das Architekturbüro a+4 plante die Kita und setzte zahlreiche innovative Ideen um. Architekt Roland Damm ist nicht nur auf viele gelungene Details im ganzen Gebäude stolz, sondern auch auf das neue große Display im Eingangsbereich. Dieses zeigt sowohl tagesaktuelle Informationen für die Eltern der Kinder an als auch Informationen über die aktuellen Werte der Energieerzeugung durch die Fotovoltaikmodule.