Engagiert für den Kunden

Die Stadtwerke Homburg stellen die Weichen für eine stabile Zukunft. Jörg Fritz, kaufmännischer Geschäftsführer, erklärt die Strategie im Interview.

direkt: Herr Fritz, Unternehmen stehen aktuell vor zahlreichen Veränderungen – von der Digitalisierung bis zur älter werdenden Gesellschaft. Welche ­besonderen Herausforderungen sehen Sie für die Stadtwerke Homburg?

Jörg Fritz: Unsere Kunden sind es gewohnt, online Waren zu bestellen und mittels ihres Smartphones zu kommunizieren. Damit ändern sich auch die Erwartungen an ein Dienstleistungsunternehmen wie uns. Wir müssen schneller und flexibler auf unsere Kunden zugehen, um diese Erwartungen zu erfüllen. Schnelligkeit ist aber nicht alles. Wir wollen uns durch seriöse und faire Angebote deutlich von Billiganbietern abgrenzen. Letztlich werden wir, über die reine Lieferung von Energie und Trinkwasser hinaus, umfassende Dienstleistungen anbieten, die den Alltag unserer Kunden erleichtern und einen echten Mehrwert für alle Altersgruppen schaffen.

Jörg Fritz, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg

www.sabinehafner.de

Wo sehen Sie auf diesem Weg die Stadtwerke Homburg in fünf Jahren?

Unsere Position als führender Energiedienstleister in der Region, der eine hohe Verantwortung trägt, möchten wir weiterhin sichern. Deshalb werden wir in unseren Produkten und Dienstleistungen den Servicegedanken weiter verstärken und noch intensiver die Bedürfnisse unserer Kunden berücksichtigen. Durch stabile Ergebnisse sichern wir darüber hinaus weiterhin unsere Investitionen in die Infrastruktur und in Technologien für die Energieversorgung von morgen.

Wenn die Stadtwerke Homburg mehr als nur ein ­Energielieferant sein wollen – welche Rolle werden sie übernehmen?

Durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien – ­insbesondere von Fotovoltaikanlagen auf Dächern, Hausfassaden oder bald auch als integrierte Lösungen in Fenstern und Glasfassaden – geht der Trend hin zu mehr Eigenversorgung. Darauf müssen wir uns einstellen und ­eine neue Rolle als Partner dieser Nutzung übernehmen. Das kann vom regionalen Vertrieb von Ökostrom, der vor Ort erzeugt wird, bis hin zu Komplettlösungen für eine umweltgerechte Mobilität sein. Wenn es um Bau und Betrieb von Anlagen geht, die wir als Paketlösungen anbieten, werden wir weiterhin den Weg der bewährten Partnerschaft mit dem örtlichen Handwerk gehen. Dort, wo es Sinn macht, nutzen wir die Digitalisierung für effiziente Prozesse. Die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch wollen wir dadurch nicht ersetzen. Im Gegenteil, sie ist eine unserer Stärken. Natürlich bieten wir neue digitale Kommunikationswege, die unsere Kunden mittlerweile von uns erwarten.

In welchem Rahmen engagieren sich die Stadtwerke Homburg für erneuerbare Energien?

Wir sind bereits bundesweit an Windparks und großen Fotovoltaikanlagen auf Freiflächen beteiligt. Diese Beteiligungen können wir noch aufstocken. Freiflächen und große Dachflächen bieten auch in unserer Region interessante Möglichkeiten. Wir haben ja bereits auf Dächern von Schulen und Hallen eigene Fotovoltaikanlagen errichtet. Um neue Wege zu gehen, prüfen wir unter anderem mögliche Beteiligungen an Start-up-Unternehmen im Bereich der regenerativen Energien und innovativen Dienstleistungen.