Fische als Botschafter

Jubiläum für Homburgs bekanntestes öffentliches Aquarium: Seit 20 Jahren beweisen im Aqualit Fische, wie gut die Qualität des heimischen Trinkwassers ist.

Die Fische fühlen sich offensichtlich wohl. Kein Wunder, ist doch die Wasserqualität in ihrem Lebensraum von bester Qualität. Viele Passanten in der Fußgängerzone der Homburger Innenstadt nehmen sich vom geschäftigen Einkaufsplan eine kleine Auszeit und schauen sich die Fische hinter den Bullaugen des „Aqualit“ an. Vor
allem für viele Familien mit ihren Kindern zählt die Säule zu einer der Sehenswürdigkeiten der City. Seit Sommer 2001 weist die Installation auf die gute Qualität des Hom-
burger Trinkwassers hin. „Das Aqualit ist quasi unser Botschafter für das am besten überwachte Lebensmittel in unserer Stadt“, betont Frank Barbian, Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg.

Doch wie kam es vor 20 Jahren eigentlich dazu, dass
die Stadtwerke im Kreuzungsbereich zwischen der Fußgängerzone in der Eisenbahnstraße und der Talstraße ein öffentliches Aquarium errichteten? Die Idee dazu entwickelte Homburgs damaliger Oberbürgermeister Reiner Ulmcke nach seinem Besuch der Weltausstellung, der Expo 2000 in Hannover. Dort war unter anderem als künstlerische Installation ein öffentliches Aquarium in Form einer Telefonzelle auf dem Freigelände zu sehen. Er regte daraufhin bei den Stadtwerken an, ein prägnantes öffentliches Aquarium in der Fußgängerzone einzurichten.

In guten Händen

Gerd Braun, zu dieser Zeit als Ingenieur bei den Stadtwerken tätig und für die beiden Wasserwerke verantwortlich, entwickelte die Idee zu einer Litfaßsäule mit Bullaugen. Noch heute schaut er regelmäßig nach seinen Schützlingen in der Säule, auch wenn er mittlerweile im Ruhestand ist. Seine Leidenschaft für gutes Wasser brachte ihn schon in seiner Jugend zu seinem Hobby als Aquarianer. Als Vorsitzender der Aquarienfreunde Homburg organisierte er vor der Pandemie immer wieder gut besuchte Ausstellungen. Seit 20 Jahren sorgt sein Verein zuverlässig dafür, dass es den Fischen im Aqualit gut geht. Für dieses Engagement bedanken sich Geschäftsführer Frank Barbian und
Gerd Brauns Nachfolger Michael Klein herzlich bei den Homburger Aquarienfreunden und ihrem Vorsitzenden.

Gesundes aus dem Hahn

Doch die Säule hat noch eine andere Funktion: Sie soll allen ins Bewusstsein rufen, wie wichtig regelmäßiges Trinken für die menschliche Gesundheit ist. Ärzte empfehlen, zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Eine günstige Lösung ist Trinkwasser aus dem heimischen Wasserhahn. In Homburg kommt das Trinkwasser aus 18 Brunnen der Stadtwerke und ausschließlich aus dem Grundwasser. Der Homburger Buntsandstein ist hierbei ein hervorragender natürlicher Filter, was dem heimischen Trinkwasser seine weichen Eigenschaften verleiht. Regelmäßig erfolgen chemische und mikrobiologische Kontrollen, damit die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung sichergestellt bleibt.

Zwei Wasserwerke – eins in der Brunnenstraße am Stadtpark in Homburg und eins in Kirrberg – übernehmen die Förderung und Aufbereitung des Trinkwassers. Insgesamt sieben Hochbehälter mit einem Gesamtfassungsvermögen von 11 260 Kubikmetern speichern das Wasser. Über ein Leitungsnetz von 370 Kilometer Gesamtlänge kommt das Trinkwasser dann in die Haushalte und in Betriebe in Homburg. Zusätzlich betreiben die Stadtwerke Druckerhöhungsstationen, um Trinkwasser in Aussiedlerhöfe und höhere Siedlungslagen zu bringen.

Verbrauchten die Homburger Bürgerinnen und Bürger vor 20 Jahren noch 125 Liter Trinkwasser pro Kopf am Tag, so sind es heute nur noch 101 Liter. Insbesondere sparsamere Wasch- und Geschirrspülmaschinen, die seit Jahren von den Stadtwerken gefördert werden, aber auch ein geändertes Verbraucherverhalten trugen zu dieser Entwicklung bei. Sicher hat auch das Aqualit seinen kleinen Beitrag dazu geleistet, dass viele bewusster mit der lebenswichtigen Ressource Trinkwasser umgehen.

Weitere Infos auf der Website der Stadtwerke Homburg und der Aquarienfreunde Homburg