Heizen mit alten Weihnachtsbäumen

Weihnachten ist vorbei und die Christbäume sind aus den Wohnzimmern verschwunden. Doch die ausrangierten Bäume erfüllen noch einen Zweck: Sie kommen als Energielieferanten zum Einsatz.

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume wurden dieses Weihnachten verkauft – damit geht die Tendenz in den letzten Jahren deutlich nach oben. Aber was passiert nach Weihnachten eigentlich mit den ausrangierten Bäumen? Ein Großteil der Bäume wird in diesen Tagen zu Holzhackschnitzeln verarbeitet, um verschiedene Heizanlagen damit zu füttern. Dabei vermischt die Industrie das Holz der Weihnachtsbäume mit anderen Holzstücken.

Energiegewinn aus Weihnachtsbäumen

Nach Angaben der Agentur für erneuerbare Energien kann die Energie von 500 Weihnachtsbäumen rein rechnerisch einen Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgen. Alternativ kann die gleiche Anzahl an Bäumen knapp 1.000 Liter Heizöl ersetzen. Mit der gewonnenen Energie aus nur einem einzigen Baum könnte eine Lichterkette mit 25 elektrischen Kerzen mehr als drei Wochen lang rund 10 Stunden am Tag brennen.

Die ausrangierten Weihnachtsbäume gehören in der deutschen Energiebilanz zur Bioenergie. Neben den Weinachtsbäumen zählen dazu Energiepflanzen wie Raps oder Mais ebenso wie Energieholz aus dem Wald oder Reststoffe – etwa aus Biotonnen und der Landwirtschaft. Biogene Reststoffe – zu denen die Weihnachtsbäume gehören – machen immerhin die Hälfte des Gesamtpotenzials der Bioenergie in Deutschland aus.