Millionen ungenutzter Handys in Deutschland

Eine neue Studie ergibt: Knapp drei Viertel aller Deutschen besitzen mindestens ein Mobiltelefon, das sie nicht mehr benutzen. Dabei schlummert in ihnen ein großes Recycling-Potenzial.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Kölner Marktforschungsinstituts YouGov besitzen 74 Prozent der Deutschen mindestens ein Mobiltelefon, das sie nicht mehr benutzen. Davon besitzen sogar 45 Prozent zwei oder mehr ungenutzte Handys. Hochgerechnet bedeutet das einen Bestand von knapp 120 Millionen ungenutzter Handys in deutschen Haushalten. Dafür ist besonders der Wechsel vom traditionellen Mobiltelefon auf ein Smartphone verantwortlich.

Recycling-Maßnahmen sind die beste Lösung

Der Aufwand zur Förderung der Rohstoffe, die in den Handys verbaut werden, ist immens. Zudem führt die komplizierte Rohstoffgewinnung zu erheblichen Belastungen der Umwelt.

Folglich sind Wiederverwendungsmaßnahmen für ungenutzte Mobildtelefone eine ökologische Lösung, die ungenutzten Ressourcen sinnvoll zu verwerten. Das Potenzial dafür ist in Deutschland durchaus vorhanden: Mit immerhin 78 Prozent wäre ein Großteil der Deutschen grundsätzlich dazu bereit, die alten Handys einem Recycling-Projekt zur Verfügung zu stellen.

Einige Recycling-Aktionen werden in Teilen Deutschlands bereits durchgeführt. Neben den Wiederverwendungsmaßnahmen sollen diese auch das Bewusstsein für Umweltschutz und Recycling bei den Verbrauchern stärken.

Verbraucher finden Umweltschutz gut und wichtig

Laut Heike Carmen Flory, Marketingleiterin beim Umweltdienstleister Interseroh, finden viele Verbraucher Nachhaltigkeit und Umweltschutz gut und wichtig. So können ausgediente, aber noch gebrauchsfähige Handys beispielsweise kostenlos per Briefumschlag (ELECTRORETURN) zum Recycling geschickt werden. Wer zusätzlich noch einen guten Zweck erfüllen will, kann sie auch in speziellen Boxen über das Projekt Sammeldrache in rund 13.000 Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland zurückgeben, weiß Flory.